Krippe, Kindergarten, Grundschule, Musikschule, Eltern-Kind-Gruppe, Kita | 0 bis 3-Jährige, 3 bis 6-Jährige, 6 bis 10-Jährige

Die Kraft der Klänge - Was man mit Klanggeschichten fördern kann

Publiziert am 01.10.2011 von Elisabeth Wagner

Klängehören und wahrnehmen

Hören können wir, ein intaktes Hörorgan vorausgesetzt, ein Leben lang. Schon im Mutterleib hören wir!

Bewusstes Hören lernen wir durch

  • sich selbst zuhören
  • dem Erzieher zuhören
  • dem  Hören von Geräuschen Klängen und Musik
Das bewusste Hören muss genau so geübt werden wie andere Aktivitäten der übrigen Sinne  Wir lernen das Gehörte auszuwerten und zuzuordnen in:

Geräusche
Sie geben Informationen über Geschehnisse in unserer Umgebung

Sprache
Sie dient zur Kommunikation mit anderen Menschen

Klänge und Musik
Klänge und Musik spricht den Menschen mit allen Sinnen an.
  •  körperlich: Musik wird durch Bewegung erzeugt
  •  emotional: Musik vermittelt Gefühle wie kein anderes Medium
  •  rational: Musik ordnet und proportioniert durch ihren Rhythmus die Zeit.
  •  sozial: Musik koordiniert Bewegungen mehrerer Menschen ( Tanz )
Die Kraft der Klänge, der Geräusche und der Musik sollen die
  • Spiellust
  • die Phantasie
  • die Gefühlswelt
  • die Lernbereitschaft
  • die Wahrnehmungsfähigkeit
  • die Kreativität
  • die Spontaneität
  • der Merkfähigkeit
  • die soziale Kompetenz
  • das Ausdrucksvermögen und
  • das Selbstwertgefühl
der Kinder stärken und fördern.

Das geschieht immer dann, wenn fachbezogene Aktivitäten in kindgerechten Spiel – und Lernsituationen eingebettet sind.
Solche kindgerechte Spiel – und Lernsituationen erleben die Kinder, unter anderem, auch  sehr gut beim Erzählen und Spielen von Klanggeschichten.
 
Bei den Klanggeschichten  ( Geräusch - und Klanggeschichten ) steht natürlich die Sprachförderung an erster Stelle.
Lebendiger, intensiver und nachhaltiger erlebbar werden Geschichten aber erst durch die Geräusche und Klänge. Sie werden entweder mit der Stimme, mit Klanggesten (patschen klatschen stampfen....) oder mit verschiedenen Instrumenten erzeugt und dienen als Vorstellungshilfe und als Vertiefung des gesprochenen Wortes.
Die Kinder lernen Geräusche, Klänge und Töne kennen, die entweder als „Stimmungserzeugung“  z. B. leise Beckenklänge beim dunklen, nebeligen Wald ... oder als  „Bewegungsverdeutlichung“ z. B. der Frosch hüpft (Kastagnettenklang) zur Vorstellungshilfe dienen.
 
Klanggeschichten sollten daher immer mit Bewegungsspielen und Bewegungsbegleitung verdeutlicht werden. Sprache- Musik und Bewegungbilden bei Klanggeschichten eine Einheit, denn wie  Carl Orff, der Entdecker des elementaren Musizierens schon sagte:
„Elementare Musik ist nie Musik allein, sie ist immer mit Sprache und Bewegung verbunden, sie ist Musik die man selbst tun muss, in die man nicht als Hörer sondern als Mitspieler einbezogen ist!“
 
Darum lassen Sie Geschichten „klingen“ und beziehen Sie die Kinder stets mit ein.
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Elisabeth Wagner

Elisabeth Wagner

Elisabeth Wagner, erfolgreiche Autorin von "Quacki, der kleine freche Frosch" und "Im klingenden Märchenwald", Fachberaterin für Musik- und Bewegungserziehung, Referentin in der ...

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