Kindergarten, Grundschule, Kita | 3 bis 6-Jährige, 6 bis 10-Jährige
Kinesiologie - Eine Methode zur Entwicklungsförderung
Publiziert am 01.11.2011 von Barbara Innecken
„Kinesis“ ist das griechische Wort für Bewegung. Die Kinesiologie ist also die Lehre von der Bewegung. Es ist eine junge, ganzheitliche Methode, die von amerikanischen Ärzten entwickelt wurde. In Deutschland ist die pädagogische Kinesiologie am bekanntesten. Ihr Motto lautet: Bewegung ist das Tor zum Lernen. Barbara Innecken über sanften Stressabbau durch kinesiologische Bewegungsübungen.
Veränderte Kindheit – bedrohtes Gleichgewicht
Wir leben in friedlichen und materiell relativ gesicherten Zeiten – und doch sehen sich die Kinder von heute einer Vielzahl von Belastungen gegenüber, mit denen ihre Eltern als Kinder noch wenig oder keine Berührung hatten. Unsere moderne Zeit ist gekennzeichnet durch den ständig anwachsenden Stress, dem sowohl unsere Kinder als auch wir Erwachsenen ausgesetzt sind - einige Stichworte hierzu sind Medien-überflutung, Konsumzwang, Leistungsdruck, Alltagshektik und Freizeitstress.Stress unterschiedlichster Art erzeugt Ungleichgewichte im körperlichen, seelischen und geistigen Wachstum unserer Kinder und schränkt ihr Entwicklungspotenzial ein. Bewegungs- und Wahrnehmungsstörungen, Aufmerksamkeitsdefizite (ADS/ADHS), Lese- und Rechtschreibschwächen sowie soziale Vereinzelung und werden als besondere Zeichen unserer Zeit gewertet.
Neue Lösungswege
Angesichts der wachsenden pädagogischen Anforderungen unserer Zeit haben sich neue Lösungswege entwickelt, einer davon ist die Kinesiologie. Das Anliegen dieser noch relativ jungen, ganzheitlichen Methode ist es, Stress zu erkennen und ihn auf sanfte Art abzubauen, um die kindliche Entwicklung zu unterstützen und zu fördern. Das steigende Interesse an der Kinesiologie bei Erzieherinnen und Eltern zeigt, wie groß der Bedarf an neuen pädagogischen Lösungswegen ist. Kinesiologische Übungen haben in den letzten Jahren sehr rasch ihren Platz in Kindertagesstätten,Horten und Familien gefunden.Bewegung ist das Tor zum Lernen
Der amerikanische Sonderpädagoge Paul Dennison und seine Frau Gail entwickelten die pädagogische Kinesiologie aus ihrer 20-jährigen Erfahrung mit Kindern, die Lern- und Sprachschwierigkeiten hatten. Sie nannten diese Methode „Edu-Kinestetik“ und stellten sie unter das Motto „Bewegung ist das Tor zum Lernen“.Dieses Motto bringt zum Ausdruck, welch tragende Rolle die körperliche Bewegung beim Prozess des Lernens spielt. Lernen geschieht nicht nur im Kopf, sondern auch mit Hand und Fuß und natürlich mit dem Herzen.
Entwicklungsförderung durch Stressabbau
Paul Dennison und seine Frau Gail entwickelten eine Fülle kinesiologischer Bewegungsübungen. Diese Übungen, BRAIN GYM® genannt, sind einfach durchzuführen und ermöglichen es Kindern jeden Alters, mit Spaß und Freude Entwicklungslücken zu schließen, Stress abzubauen, Blockaden wieder in Fluss zu bringen. Das Ziel der Bewegungsübungen ist es, ein solides physiologisches Fundament dafür zu schaffen, dass das Kind sein körperliches, seelisches und geistiges Potenzial auf leichte und natürliche Weise entfalten kann. In erster Linie geht es bei diesen Übungen also um Förderung der kindlichen Entwicklung durch Stressabbau, denn der Rattenschwanz von Lernproblemen und Schulschwierigkeiten, mangelndem Selbstbewusstsein und Verhaltensauffälligkeiten und der dann einsetzende „Therapiekreislauf“ lassen sich in vielen Fällen vermeiden!Barbara Innecken
Barbara Innecken, Sprachheilpädagogin, ausgebildet in verschiedenen Bereichen der Angewandten Kinesiologie und der Systemischen Therapie. Sie leitet seit 1994 ihre eigene Praxis. Referentin in ...





