Krippe, Kindergarten, Kita | 0 bis 3-Jährige, 3 bis 6-Jährige

Mit Elternbriefen eine gute Grundlage für die Kooperation mit Eltern schaffen

Publiziert am 08.02.2012 von Helga Fell
Mit Elternbriefen eine gute Grundlage für die Kooperation mit Eltern schaffen
Zu den vielfältigen Aufgaben des Alltags in der Kindertagesstätte gehört auch die Zusammenarbeit mit Eltern, da die Bildung und Erziehung der uns anvertrauten Kinder das gemeinsame Ziel der Kindertagesstätte und der Erziehungsberechtigten darstellt. Für diese Kooperation ist es wichtig, dass wir eine gute Kommunikation aller Beteiligten aufbauen.
Zunächst sollten wir uns einmal wieder bewusst machen, dass es in unserem Leben ständig Veränderungen gibt: Kleinkinder kommen aus der Familie in die Kindertagesstätte, Kindergartenkinder werden zu Schulkindern, Familien wechseln ihren Wohnort, Eltern arbeiten in neuen Beschäftigungsfeldern, in der Kindergartengruppe findet ein Personalwechsel statt. Das alles betrifft die Fähigkeit, sich immer wieder an neue Situationen anpassen zu können, die wir unter dem Begriff „Resilienz“ kennen. Sie ist eine wichtige Komponente unseres Bildungs- und Erziehungsauftrags. Denn jeder Veränderungsprozess beinhaltet auch Lernprozesse, und das nicht nur bei Kindern, sondern auch bei uns Erwachsenen. Deshalb sollten wir auch uns selbst und die Eltern der Kinder immer wieder als Lernende wahrnehmen und sie bei allen Lernprozessen unterstützen.
Dazu ist es sehr wichtig, dass wir Eltern gut über unsere Bildungs- und Erziehungsarbeit im Kindergarten informieren. Neben Elternabenden bieten Elternbriefe zu pädagogischen Themen dafür eine gute Möglichkeit. Denn wer sachlich richtig und gut informiert ist, nimmt Veränderungen leichter an, weil er auch die Intention der Einrichtung besser verstehen kann. Des Weiteren ist die Information über das, was in der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Kindertagesstätte „geschieht“ die beste Grundlage für gemeinsame Gespräche, da beide Gesprächspartner mit dem gleichen „Wissen“ in Kommunikation treten können und man die Sichtweise des anderen besser kennt. Vielleicht erübrigt sich sogar die ein oder andere Elternfrage durch den rechtzeitigen Einsatz von Infobriefen.
Die Elternbriefe dienen auch zur Vermeidung von unberechtigter Kritik, die manchmal durch Nichtwissen oder Falschinformation aufkommen kann. Eine kritische Haltung mancher Eltern entsteht oft dadurch, dass sie Informationen nicht aus erster Hand bekommen, sondern dass über viele Dinge innerhalb der Elternschaft mit unterschiedlichem Detailwissen und sehr subjektiv diskutiert wird. Um einer eventuellen unsachlichen Diskussion vorzubeugen, ist wiederum die frühzeitige sachliche Information sehr hilfreich.
Zu unserem Bildungs- und Erziehungsauftrag in der Einrichtung gehört es auch, unser pädagogisches Fachwissen an Eltern weiterzugeben und sie damit in ihren wichtigen Aufgaben bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder zu unterstützen. So können wir die Entwicklung der Familien zu Mitgliedern einer verantwortungsbewussten und friedlich zusammenlebenden Gesellschaft positiv beeinflussen.
Natürlich können Informationsbriefe die Gespräche mit den Eltern nicht ersetzen. Sowohl Entwicklungsgespräche mit individueller Rückmeldung über das einzelne Kind, als auch Tür- und Angelgespräche oder Gespräche an gemeinsamen Veranstaltungen, sind für die gute Zusammenarbeit mit den Eltern von großer Bedeutung. Doch die Darstellung der eigenen pädagogischen Arbeit und wichtiger Grundlagen der Bildungsarbeit in Form von Briefen, die alle erreichen, bieten für die Kommunikation mit Eltern eine sehr gute Basis.
Letztendlich zeigen wir mit einer guten Informationspolitik, die unsere Aufgaben und Ziele offen darlegt, dass Eltern in unsere Arbeit Vertrauen haben können und dass auch wir Ihnen mit einer wertschätzenden Grundhaltung begegnen und unseren Beitrag zu einer echten Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zum Wohl unserer Kinder leisten möchten.
 
Elternbriefe im Kindergarten

22 Mustervorlagen für Elternbriefe

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Helga Fell

Helga Fell

Helga Fell ist Grundschullehrerin und arbeitet in der Fortbildung von GrundschullehrerInnen und ErzieherInnen, vor allem zum Thema "Kooperation von Kita und Schule". Mit ihrem Mann und ihrer Tochter ...
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