Kindergarten, Grundschule, Weiterführende Schulen, Kita | 3 bis 6-Jährige, 6 bis 10-Jährige, 10 bis 16-Jährige
Trommelwerkstatt - Wenn Kinder auf die Pauke hauen
Publiziert am 01.11.2011 von Elmar Müller
„Dong, dong, dong, dong“ – Piratenkapitän Dennis gibt den Rhythmus auf seiner Pauke vor. „Eins, zwei, ru – dern, eins, zwei ...“ Piratenbraut Jessica spricht, rudert und klopft auf ihrer Conga mit –„tock, tock, tock, tock“. Und auch die restliche Mannschaft, Nina, Marc und Simon, trommelt, was das Zeug hält. „Klong, klong“ machen die Bongos, „pling, pling“ das Tamburin, „tschicki, tschicki“ die Rasseln. Der Musikraum des Kindergartens verwandelt sich in das superschnelle Piratenschiff „Roter Trommler“. Plötzlich, ein Schlagwirbel auf der Pauke. „Achtung, Sturm!“ ruft Kapitän Dennis. Er trommelt: „Se-gel ein-ho-len“. Seine Mannschaft wiederholt reihum und klopft die Silben rhythmisch mit.
„Durch die bewusste Gestaltung von Rhythmus entdecken wir seine wohltuende Wirkung wieder, weil wir uns einfügen in ein fundamentales Lebensprinzip“, erklärt Elmar Müller, Sozial- und Musikpädagoge mit musiktherapeutischer Zusatzausbildung. „Das Spiel mit Rhythmen bringt uns näher an unser aktuelles Lebensgefühl, näher an unsere Empfindungen, Äußerungen und Beziehungen.“ Und das mit viel Spaß an der eigenen Kreativität: Fingerspitzen trippeln über das Trommelfell wie kleine Krebse, Handflächen streichen darüber wie eine schleichende Katze oder klatschen darauf wie eine watschelnde Ente.
Rhythmus und Trommeln bieten erste musikalische Erfahrungen und genießen in der pädagogischen Arbeit einen hohen Stellenwert:
Körpereinsatz
Zum Anschlagen der Trommel bewegt sich fast der ganze Körper. Zugleich regt der Klang der Trommel zu Bewegungen an, zum Beispiel zum Tanzen. Das impulsive, lustvolle Spielen bildet einen Ausgleich zu eher kopflastigen Beschäftigungen.
Fantasie
Die Instrumente zum Trommeln sind meist sehr robust, Kinder benötigen keine filigrane Spieltechnik. Deshalb eignen sich Trommeln bestens zur freien musikalischen Gestaltung.
Koordination
Angeleitetes Trommeln kann eine wirkungsvolle Hilfe für die Koordination sein, vor allem in Verbindung mit Sprache – also, wenn Laute und Silben in Rhythmus und Klang umgesetzt werden.
Soziale Kompetenz
Trommelspiel in der Gruppe erfordert und erweitert soziale Fähigkeiten. Rhythmisches Spielen fordert auf, einen bestimmten Platz einzunehmen und Verantwortung zu tragen.
Gefühlsleben
Durch das Improvisieren mit Trommeln können Gefühle und Erfahrungen angesprochen werden und ihren Ausdruck finden. Die Instrumente fungieren als Vermittler, das Kind kann „etwas von sich hören lassen“.
Natürlichkeit
Und nicht zuletzt: Trommeln ist eine Art von Musizieren, die leicht von der Hand geht. Kinder benötigen so gut wie keine Notenkenntnisse und sie können trommeln auf allem, was einen gewissen Widerstand und Resonanz bietet.
Zurück auf dem Piratenschiff „Roter Trommler“: Die Nachwuchs-Seeräuber haben den Sturm überstanden und rudern und trommeln mittlerweile heimwärts zur Pirateninsel.
Eine frische Brise kommt auf. Jetzt heißt es: „Segel setzen!“ Kapitän Dennis tönt: „Alle ru-dern: Eins-zwei, eins-zwei ...“ Und mit Pauken-Conga-Bongo-Schlägen und Tamburin-Rassel-Klirren saust die „Trommler“-Mannschaft auf ihren Hafen zu. „Dong, dong“, „tock, tock“, „klong, klong“, „pling, pling“, „tschicki, tschicki“ ...
Inga Dammer
„Durch die bewusste Gestaltung von Rhythmus entdecken wir seine wohltuende Wirkung wieder, weil wir uns einfügen in ein fundamentales Lebensprinzip“, erklärt Elmar Müller, Sozial- und Musikpädagoge mit musiktherapeutischer Zusatzausbildung. „Das Spiel mit Rhythmen bringt uns näher an unser aktuelles Lebensgefühl, näher an unsere Empfindungen, Äußerungen und Beziehungen.“ Und das mit viel Spaß an der eigenen Kreativität: Fingerspitzen trippeln über das Trommelfell wie kleine Krebse, Handflächen streichen darüber wie eine schleichende Katze oder klatschen darauf wie eine watschelnde Ente.
Rhythmus und Trommeln bieten erste musikalische Erfahrungen und genießen in der pädagogischen Arbeit einen hohen Stellenwert:
Körpereinsatz
Zum Anschlagen der Trommel bewegt sich fast der ganze Körper. Zugleich regt der Klang der Trommel zu Bewegungen an, zum Beispiel zum Tanzen. Das impulsive, lustvolle Spielen bildet einen Ausgleich zu eher kopflastigen Beschäftigungen.
Fantasie
Die Instrumente zum Trommeln sind meist sehr robust, Kinder benötigen keine filigrane Spieltechnik. Deshalb eignen sich Trommeln bestens zur freien musikalischen Gestaltung.
Koordination
Angeleitetes Trommeln kann eine wirkungsvolle Hilfe für die Koordination sein, vor allem in Verbindung mit Sprache – also, wenn Laute und Silben in Rhythmus und Klang umgesetzt werden.
Soziale Kompetenz
Trommelspiel in der Gruppe erfordert und erweitert soziale Fähigkeiten. Rhythmisches Spielen fordert auf, einen bestimmten Platz einzunehmen und Verantwortung zu tragen.
Gefühlsleben
Durch das Improvisieren mit Trommeln können Gefühle und Erfahrungen angesprochen werden und ihren Ausdruck finden. Die Instrumente fungieren als Vermittler, das Kind kann „etwas von sich hören lassen“.
Natürlichkeit
Und nicht zuletzt: Trommeln ist eine Art von Musizieren, die leicht von der Hand geht. Kinder benötigen so gut wie keine Notenkenntnisse und sie können trommeln auf allem, was einen gewissen Widerstand und Resonanz bietet.
Zurück auf dem Piratenschiff „Roter Trommler“: Die Nachwuchs-Seeräuber haben den Sturm überstanden und rudern und trommeln mittlerweile heimwärts zur Pirateninsel.
Eine frische Brise kommt auf. Jetzt heißt es: „Segel setzen!“ Kapitän Dennis tönt: „Alle ru-dern: Eins-zwei, eins-zwei ...“ Und mit Pauken-Conga-Bongo-Schlägen und Tamburin-Rassel-Klirren saust die „Trommler“-Mannschaft auf ihren Hafen zu. „Dong, dong“, „tock, tock“, „klong, klong“, „pling, pling“, „tschicki, tschicki“ ...
Inga Dammer
Elmar Müller
Elmar Müller ist Percussionist, Musikpädagoge und Dipl.-Sozialpädagoge. Er leitet seit vielen Jahren Percussiongruppen und arbeitet in der Fortbildung von ErzieherInnen und LehrerInnen.





