Kindergarten, Musikschule, Kita | 3 bis 6-Jährige
Musik, Rhythmik & Tanz in der Frühpädagogik
Publiziert am 08.02.2012 von Elke Gulden
„Musik und Rhythmus finden ihren Weg zu den geheimsten Plätzen der Seele“, sprach Plato vor mehr als 2000 Jahren. In der Tat kann sich kein Mensch, unabhängig von Alter, Kultur und Bildung ihrer Wirkung entziehen. Schon das Ungeborene im Bauch der Mutter reagiert auf Rhythmen und Musik. Säuglinge und Babys erliegen dem positiven Einfluss von Schlaf- und Beruhigungsliedern und begeistern sich mit zunehmendem Alter für Schoß- und Schaukellieder. Wann immer die Kleinen eine nächste motorische Entwicklungsstufe erreichen, versuchen sie die neu erworbenen Bewegungsmöglichkeiten zu Musik umzusetzen. Von alleine beginnen sie zur Musik zu klatschen, zu wippen und sich im Kreis zu drehen.
Musik, Rhythmus und Tanz in der Frühpädagogik halten gleich eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen musikalischen Kategorien zur Verfügung: von Fingerspielen und Bewegungsliedern über Tänze und Spiellieder bis hin zum gemeinsamen Musizieren mit Kleininstrumenten und rhythmischen Spielen mit oder ohne Material sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Entscheidend ist ein altersgerechtes Angebot, das die Kinder motiviert und zum aktiven Mitmachen anregt. In der Frühpädagogik bedeutet dies vor allem die Auswahl von Liedern mit einfachen Melodieverläufen und nur geringen Tonabständen, die von langsamen Bewegungen begleitet werden können, verbunden mit vielfachen Wiederholungen. Abhängig vom Temperament des einzelnen Kindes gibt es Kinder, die sofort aktiv in die Aktionen einsteigen. Andere hören erst einmal nur zu und beobachten – kein Kind wird zum Mitmachen gezwungen. In der Regel dauert es aber nie lange, bis auch die zurückhaltenden Kinder mit Freude aktiv dabei sind.
Elke Gulden und Bettina Scheer
Musik erreicht den Menschen auf der emotionalen Ebene.
Warum sollte die Frühpädagogik diese natürliche Begeisterung nicht als Basis nutzen, um Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern? Zumal kein anderer Bereich so vielschichtig ist und so vielseitige Auswirkungen hat, wie der musikalische. Wenn wir singen, tanzen und musizieren ist grundsätzlich das ganze Gehirn im Einsatz. Neben kognitivem Wissen wird gezielt die Fein- und Grobmotorik gefördert, die Koordination verbessert, der Spracherwerb verstärkt und die Entwicklung der Sinne erweitert. Musikalische Bildung lässt Platz für Phantasie und durch Improvisation wird die Kreativitätsentwicklung gestärkt – die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit steigt. Darüber hinaus untermauert Musik auch die psychosoziale und emotionale Kompetenz der Kinder. Durch gemeinsames Singen und Tanzen entsteht ohne Zutun ein ungezwungenes und fröhliches Gemeinschaftsgefühl. Hier gibt es keinen Wettstreit, wer zuerst im Ziel ankommt oder wer etwas besser, weiter, höher, schneller kann. Darüber hinaus wirkt es befreiend und entspannend.Musik und Rhythmik mit ihren Ausdrucksformen Sprache, Bewegung und Tanz basiert auf den vier Grundelementen Raum, Zeit, Kraft und Form – Bausteine, die auch unser Leben bestimmen
Der Grund, warum Musik in so vielen Bereichen wirkt, mag unter anderem darin begründet liegen, dass sich seine Bausteine in elementarer Weise auch durch das menschliche Leben ziehen. Musik und Rhythmik mit ihren Ausdrucksformen Sprache, Bewegung und Tanz basiert auf den vier Grundelementen Raum, Zeit, Kraft und Form – Bausteine, die auch unser Leben bestimmen. Musikalische Erfahrungen wirken in vielen unterschiedlichen Bereichen mit großem Einfluss. Und das Schöne hieran ist, dass das Gehirn diese Parallelen alleine findet und zieht, denn das Gehirn schläft nie. Es arbeitet immer und nimmt all unsere Erfahrungen auf. Wie wir heute wissen, lernt der Mensch am einfachsten, wenn er emotional eingebunden ist. Für Kinder ist Musik ein Spiel, für Erzieher/-innen eine Chance zur Förderung der Persönlichkeitsbildung.Musik, Rhythmus und Tanz in der Frühpädagogik halten gleich eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen musikalischen Kategorien zur Verfügung: von Fingerspielen und Bewegungsliedern über Tänze und Spiellieder bis hin zum gemeinsamen Musizieren mit Kleininstrumenten und rhythmischen Spielen mit oder ohne Material sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Entscheidend ist ein altersgerechtes Angebot, das die Kinder motiviert und zum aktiven Mitmachen anregt. In der Frühpädagogik bedeutet dies vor allem die Auswahl von Liedern mit einfachen Melodieverläufen und nur geringen Tonabständen, die von langsamen Bewegungen begleitet werden können, verbunden mit vielfachen Wiederholungen. Abhängig vom Temperament des einzelnen Kindes gibt es Kinder, die sofort aktiv in die Aktionen einsteigen. Andere hören erst einmal nur zu und beobachten – kein Kind wird zum Mitmachen gezwungen. In der Regel dauert es aber nie lange, bis auch die zurückhaltenden Kinder mit Freude aktiv dabei sind.
Elke Gulden und Bettina Scheer
Elke Gulden
Elke Gulden ist Tanzpädagogin und staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin sowie Yogalehrerin. Sie unterrichtet seit vielen Jahren ...




