Gebete und Anregungen zur Entwicklung einer christlichen Spiritualität - für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Alles Liebe zum Valentinstag!

Publiziert am 12.02.2018  von Esther Hebert

„Happy  Valentine’s Day!“ heißt es am 14 Februar wieder. Dann landen mit Herzchen verzierte Grußkarten in den Briefkästen und es werden große Mengen an Blumen und Schokolade verschenkt. An sich ist es eine wunderbare Gelegenheit und schöne Geste, sich gegenseitig der Liebe zu versichern und dies auch symbolhaft zum Ausdruck zu bringen. Wäre da nur nicht bei den Romantik-Skeptikern das Gefühl, mit viel zu viel roten Herzen und Liebesklischees zum Blumenkaufen gedrängt zu werden. Und ist das nicht nur wieder etwas, was aus den USA zu uns herübergeschwappt ist?! – Ja und nein: Ja, Valentins-Bräuche sind Mitte des 20. Jahrhunderts aus Amerika verstärkt nach Westeuropa gekommen und die Blumen- und Süßwarenbranche hat diesen Tatbestand dankbar in ihre Marketingstrategien aufgenommen. Und nein: Ursprünglich gab es in Europa schon lange Liebes- und Partnerwahl-Bräuche zu dieser Zeit im Vorfrühling. Im Rom der Antike z.B. wurden um den 14. Februar Fruchtbarkeitsbräuche begangen, die später von den Christen umgedeutet wurden und spätestens im Mittelalter in Frankreich, Belgien und vor allem in England verbreitet waren. Der Valentinstag ist also doch keine Erfindung der Blumenhändler.
Populär wurde der Valentinstag in England seit dem Gedicht „Parlament der Vögel“ von Geoffrey Chaucer, das dieser aus Anlass einer Valentinsfeier am Hof von König Richard II. 1383 veröffentlicht hat. In diesem Gedicht versammeln sich alle Vögel um Mutter Natur, um einen Partner zu finden. Das zeigt auch: Damals gab es schon Valentinsfeiern. Dass der Valentinstag zum Tage der Liebenden und Verlobten erklärt wurde, dazu wird auch die Valentinslegende beigetragen haben.
Denn der 14. Februar ist der Gedenktag des heiligen Valentin. Damit ist vermutlich Valentin, ein Priester in Rom, gemeint, der im Jahr 267/8 für seinen christlichen Glauben hingerichtet wurde und seitdem als Märtyrer verehrt wurde. Valentin hatte Paare und Liebende nach christlichem Ritual getraut – was damals von der römischen Obrigkeit verboten war. Offenbar war Valentin bei den jungen Leute beliebt: Die Legende erzählt nämlich auch, dass der Blumenfreund Valentin immer wieder jungen Paaren, die an seinem Garten vorüberkamen, Blumen geschenkt haben soll. Es sprach sich herum, dass Valentin ein Herz für die Liebenden hatte und die mit seiner Hilfe geschlossenen Ehen schienen unter einem guten Stern zu stehen.

Mit dieser Legende erhält ein Valentinsgruß vielleicht mehr Tiefe, und überhaupt: Lieber einmal im Jahr dem geliebten Partner mit Blumen oder Schokolade sagen, dass man ihn bzw. sie liebt – als es gar nicht zu tun.

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