Die Feder: 5-Minuten-Fantasiereise

Publiziert am 06.03.2017  von Stefan Adams

Ein paar Tipps für Fantasiereisen
  • Wenn Sie zum ersten Mal Fantasiereisen anbieten, sollten Sie Ihr Publikum kurz darüber informieren, was in den nächsten Minuten auf es zukommt und was Sie von allen dabei und danach erwarten. Transparenz und Sicherheit erhöhen die Bereitschaft und die Motivation, sich auf die Übung einzulassen.

  • Die entspannende Wirkung von Fantasiereisen kann durch den Einsatz von meditativer Entspannungsmusik unterstützt werden. Die findet man z.B. einfach auf youtube. Zu dieser Geschichte hier passt sehr gut das „Feather Theme“ aus dem Film Forrest Gump.

  • Meist legen sich Fantasiereisende zur besseren Entspannung auf den Rücken. Diese Idealbedingungen sind aber nicht immer vorhanden. Diese Fantasiereise funktioniert auch gut im Sitzen.

  • Wenn die Teilnehmer dabei die Augen schließen, ist die Wirkung intensiver. Manche Menschen fühlen sich mit geschlossenen Augen in einer Gruppe aber unsicher – sie dürfen die Augen natürlich offen lassen.

  • Ebenso förderlich ist eine ruhige Atmosphäre, wie eine ruhige Stimme, die den Text vorträgt. Authentischer wird es, wenn Sie die Formulierungen Ihrem eigenen Sprachmuster anpassen. Das hilft Ihnen selbst auch, sich wohlzufühlen.

  • Genug Zeit lassen, um die Gedanken schweifen zu lassen und die Impulse aufzunehmen. Hinweise dazu stehen in Klammern im Text (Tipp: auf die Uhr sehen > 10 Sekunden dauern länger, als man glaubt).

 

Die Feder

Schließe bitte die Augen und achte auf deinen Atem. Spüre ihn in deinem Körper nach. Fühle nach, wo du ihn bemerkst.
Dein Atem ist wie ein warmer Lufthauch, der sanft durch deinen ganzen Körper strömt.
Stelle dir vor, wie dieser warme Luftstrom langsam deinen ganzen Körper füllt und sich überall eine wohlige, entspannte Wärme ausbreitet.
 
Stelle dir dann eine zarte, weiße Feder vor, die von einem leichten, warmen Windhauch getragen wird. Folge der Feder in deinen Gedanken, wie sie über eine grüne Wiese fliegt: Immer wieder sinkt sie langsam nach unten und kurz bevor sie den Boden, das Gras oder eine Blume berührt, wird sie vom warmen Wind wieder hochgehoben und fliegt ein Stück weiter.
 
Nimm dir jetzt die Zeit, um dich auf diese Wiese zu legen und die Feder eine Weile zu beobachten. Beobachte, wie sie sanft und sacht durch die Luft tanzt.
 
Genieße eine Weile diese meditative Szene. (10 Sekunden Pause)
 
Stelle dir dann vor, dass die Feder zu dir herunterschwebt. Öffne deine Hand und lass sie sanft darin landen. Fange sie behutsam auf. Spüre ihren zarten Flaum in deiner Handinnenfläche. Betrachte sie eine Weile – und übergib sie dann mit einem leichten Pusten wieder dem Sommerwind. Beobachte, wie die Feder sich langsam wieder von dir entfernt.
 
Komme dann mit deiner Aufmerksamkeit wieder zurück, nimm nochmal bewusst deinen Atem wahr. Atme dann einmal tief ein und öffne wieder die Augen.
 
Übrigens: Eingeschlafene Teilnehmer sind ein großes Kompliment!

Stefan Adams ist Dipl. Sozialpädagoge, Mediator und Medienpädagoge. Als Sachbereichsleiter für Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Amt für Kinder, Jugend und Familie des Landratsamtes Miltenberg unterstützt er die Mitarbeiter der kommunalen Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit an Schulen.

Empfehlungen

Ideenblitz

Neuheiten, Sonderpreise und Praxisimpulse: Hier erhalten Sie Ideenblitze für Ihre Arbeit.