Kinderbibelgeschichten

Zusammen daheim: Basteln zum Muttertag

Publiziert am 30.04.2020  von Gabriele Kubitschek

Sucht ihr noch nach einer Idee für ein selbstgebasteltes Geschenk zum Muttertag? Hier im Download gibt es eine Anleitung zu einem schönen Muttertagsherz.




Warum gibt es eigentlich den Muttertag?
Wie jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai ist wieder Muttertag! Und vielleicht haben Sie sich auch schon mal gefragt was denn der eigentliche Sinn hinter diesem speziellen Tag ist, abgesehen vom Kommerzgedanken. Und, ob wir ihn wirklich brauchen, um uns auf diese Weise bei unseren Müttern zu bedanken. Doch die Entstehungsgeschichte des Muttertages bringt einen frischen Wind in diese Frage und interessante Aspekte.
Wie so oft gehen die Ursprünge bis in die Antike zurück und möglicherweise sogar noch weiter. Dort gab es ein Verehrungsritual für die Urmuttergöttinnen der jeweiligen Kulturen. Im alten Griechenland war das Rhea, die Mutter von Zeus und im Römischen Reich wurde Kybele gehuldigt. Die traditionellen Geschenke damals waren: Blumen, Blüten und Honigkuchen. Daraus entstand der Brauch, einmal im Jahr die Mütter stellvertretend für die Urmutter zu feiern, sowohl die lebenden als auch die der Ahnenreihe. Im europäischen Mittelalter finden sich erste Belege erst wieder im 13ten Jahrhundert in England mit dem Mothering Sunday. Im katholischen Kirchenjahr finden sich Fragmente dieses Rituals wieder in Form der Marienandachten im Mai.
Wichtig für die Geschichte des Muttertages, so wie wir ihn heute begehen, ist auch die erste Welle der Frauenbewegung ab den 1860er-Jahren. Die sogenannten Suffragetten (Frauenrechtlerinnen) schlossen sich in der alten und neuen Welt zu Frauenrechtsgruppen zusammen. Sie kämpften für Friedensprojekte weltweit, die Rechte der Frauen, besonders das Wahlrecht, für mehr Bildungschancen für Mädchen und die Anerkennung der Leistung von Müttern.

Der Muttertag in Deutschland und weltweit
Am 13. Mai 1923 fand der erste offizielle Muttertag in Deutschland statt. Angeregt wurde er vom Verband der Blumengeschäftsinhaber als Tag der Blumenwünsche. Heute ist der Muttertag nicht mehr aus unserer Gesellschaft wegzudenken und das ist gut so. Denn er symbolisiert die Verbindung, die Zusammengehörigkeit innerhalb der Familie und ist als Ausdruck von Liebe, Anerkennung und Achtung gedacht. Einerseits mit ganz individuellen Ritualen in den Familien und doch gleichzeitig auch mit vielen Gemeinsamkeiten, die Mütter und Kinder, egal wo sie auf der Welt leben, symbolisch miteinander verbinden.
Was alle Muttertagsfeste weltweit miteinander verbindet, ist, dass Kinder an diesem Tag ihren Müttern gerne Blumen, Süßigkeiten und Selbstgebasteltes schenken und dass der Tag meist in den Monat Mai fällt. Wenn auch nicht überall! So wird er beispielsweise in Argentinien erst am 22.12. gefeiert und in Georgien schon am 3. März. In Brasilien ist der Muttertag sogar wichtiger als das Weihnachtsfest und in Australien werden die Mütter traditionell mit Chrysanthemen beschenkt. In Äthiopien gibt es kein präzises Datum für den Muttertag. Vielmehr hängt er vom Eintritt der Regensaison ab. Und in Japan zeigen die Kinder ihren Müttern ihre Liebe und Wertschätzung dadurch, dass sie früher aufstehen, das Frühstück zubereiten und es ihrer Mutter ans Bett servieren mit den Worten: „Hoha-no-hi“ - Alles Gute zum Muttertag!
Ich selbst habe als Kind meiner Mutter jedes Jahr einen großen dicken Strauß gelber Dotterblumen gepflückt, Steine bunt bemalt und gemeinsam mit meinem Vater den Frühstückstisch gedeckt. Leider gibt es heute keine Dotterblumen mehr in meiner Nähe, doch der Wunsch meiner Mutter eine Freude zu bereiten, ist geblieben.
 

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