Don Bosco Verlag für Pädagogik

Das Element Wasser: Natur erleben mit allen Sinnen

Publiziert am 25.07.2023  von Monika Bezdek

Wir kommen jeden Tag mit Wasser in Berührung. Im Alltag nutzen wir vor allem Wasser aus dem Hahn. Im Freien begegnet es uns in Form von Regen, Pfützen oder Gewässern. Am Wasser können Kinder von 4 bis 10 Jahren viele wichtige Naturerfahrungen machen, ihr Umweltbewusstsein erweitern und an den achtsamen Umgang mit dem Element herangeführt werden.

Wasser als lebenswichtiges Element wahrnehmen

Ohne Wasser gibt es kein Leben. Menschen, Tiere und Pflanzen müssen immer wieder Wasser aufnehmen. Wenn uns Wasser fehlt, haben wir Durst. Den spüren wir vor allem an heißen Tagen. Auch an Pflanzen erkennen wir Wassermangel sofort: Sie lassen Blütenköpfe und Blätter hängen und vertrocknen schließlich.
Im Durchschnitt braucht ein Mensch im Haushalt 130 Liter Wasser pro Tag. Wenn wir den Verbrauch bei der Herstellung von Lebensmitteln, Kleidung, Papier und anderen Dingen dazurechnen, ist es täglich sogar 50-mal so viel! Fragen Sie die Kinder, wofür sie heute schon Wasser gebraucht haben, und lassen Sie sie Beispiele sammeln, wo wir überall Wasser benötigen. So wird das Bewusstsein für den Umgang mit der Ressource geschärft.

Den Kreislauf des Wassers kennenlernen

In der Natur erleben wir Wasser in einem Kreislauf. In einer Quelle sprudelt es aus der Erde, in Bach und Fluss bewässert es die Landschaft, in See und Meer sammeln sich riesige Wassermengen. Die Sonne lässt das Wasser verdunsten, der Regen schickt es zurück auf die Erde. Dort nährt es Tiere und Pflanzen und versickert wieder im Boden. Der wundersame Kreislauf lädt zum Erzählen ein und die Kinder lassen ihrer Fantasie freien Lauf: Welchen Weg nimmt ein Wassertropfen in einer Pfütze oder in einem Bach?

Wasser als schützenswerten Lebensraum entdecken

Alle natürlichen Gewässer sind artenreiche Lebensräume. Vor allem Bach, Weiher und See laden zum Forschen und Entdecken ein. Ausgerüstet mit Becherlupen können Kinder das Wasser und die Tiere, die sie darin finden, untersuchen: Schnecken, Kaulquappen, Köcherfliegenlarven, kleine Krebse, Fische, Libellen … Natürlich immer mit der nötigen Rücksicht auf die Tiere und Pflanzen!
Dazu gehört auch, die Gewässer sauber zu halten und keinen Müll zu hinterlassen oder ihn einzusammeln. Nur in sauberem Wasser können Tiere leben, nur sauberes Wasser können wir trinken.

Die Eigenschaften von Wasser neugierig erkunden

Besonders spannend für Experimente sind fließende Gewässer wie Bäche und kleine Flüsse, in denen wir neugierig die Strömung des Wassers beobachten können. Wir lassen Rindenschiffchen schwimmen und schicken Blätterketten in Richtung Meer. So entdecken Kinder wissenschaftliche Prinzipien.

Wasser mit allen Sinnen erleben

Wasser bietet außerdem Gelegenheit für sensorische Erfahrungen. Wir gönnen unseren Sinnen ein wunderbares Erleben von Achtsamkeit: Wir gehen vorsichtig barfuß durch einen Bach. Wir spüren den Untergrund unter den Fußsohlen und die Kraft des strömenden Wassers an den Beinen. Wir nehmen die Kälte oder Wärme auf der Haut wahr, wir hören das Glucksen und Rauschen. Lassen Sie die Kinder im Anschluss von ihren – vielleicht neuen – Erfahrungen erzählen.

Mit Wasserspielen Kooperation und Koordination fördern

Weiher und Seen laden natürlich zu Spielen im und mit Wasser ein. Staffelläufe machen Kindern besonders Spaß und eignen sich auch für größere Gruppen. Neben der sozialen Interaktion werden dabei Auge-Hand-Koordination, Geschicklichkeit und Gleichgewicht gefördert. Gerade an warmen Sommertagen sind Spiele mit Wasser eine willkommene Abwechslung, denn mindestens einer wird dabei sicherlich nass!
Spielideen und weitere Aktionen rund ums Wasser finden Sie in unserem Kartenset Ran ans Wasser! – 30 Aktivitäten an Bach, See und Weiher.

 

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