Der kleine Mose wird gerettet – eine Bibelgeschichte, die Mut macht

Publiziert am 02.07.2020  von Ulrike Menke

Das ist aber ganz schön gefährlich für den kleinen Mose. Schon als Baby gerät er in Lebensgefahr. Wie kann der Kleine das nur überleben?

Die Geschichte zum Vorlesen oder Erzählen
Vor langer, langer Zeit wohnte das Volk der Israeliten in Ägypten. Der Pharao, so nannten die Ägypter ihren König, ließ sie aber schwere und anstrengende Arbeiten verrichten. Trotzdem wurde das Volk der Israeliten immer größer. Deshalb erließ der Pharao einen grausamen Befehl: Jeder Junge, der bei den Israeliten geboren wurde, sollte sofort in den Nil geworfen und dadurch getötet werden.
Zu dieser Zeit bekam die Israelitin Jochebed ihr drittes Kind, einen Sohn. Natürlich wollte Jochebed ihr Baby nicht in den Nil werfen und töten, deshalb versteckte sie ihren Sohn, so lange es ging. Als der Kleine drei Monate alt war, konnte sie ihn aber nicht mehr verborgen halten. Da beschloss sie, ihr Kind Gott anzuvertrauen. Sie flocht einen Korb und verklebte ihn mit Pech und Teer, sodass er dicht war und kein Wasser hineinkonnte. Sie drückte ihr Baby noch einmal an sich, legte es in den Korb und versteckte den Korb im Schilf am Nil. Dann ging sie traurig weg.
Aber Miriam, die Schwester des Kleinen, versteckte sich in der Nähe. Sie wollte wissen, was mit ihrem Bruder passierte. Nach einiger Zeit hörte sie Stimmen. Miriam erschrak: Es war ausgerechnet die Prinzessin, die Tochter des Pharao, die mit einigen Dienerinnen zum Nil kam, um zu baden. Sie sah das Körbchen und ließ es sich von einer Dienerin bringen. Vorsichtig öffnete sie den Deckel und sah das weinende Baby. Die Prinzessin wusste sofort, warum das Baby im Schilf versteckt worden war, denn sie kannte den Befehl ihres Vaters.
Miriam hatte von ihrem Versteck aus alles beobachtet. Sie konnte das Gesicht der Prinzessin sehen und merkte, dass diese Mitleid mit ihrem Bruder hatte. Sie würde ihn nicht umbringen. Mutig verließ Miriam ihr Versteck und ging zur Prinzessin: „Brauchst du jemanden, der das Kind stillt? Es ist doch noch so klein, ich kenne jemanden, der dir helfen könnte.“ Die Prinzessin war einverstanden. Sie wollte das Baby als ihr eigenes behalten, aber sie konnte es ja nicht stillen. Miriam lief los und holte ihre Mutter.
Die Prinzessin legte Jochebed ihr Baby in den Arm und sie durften den Kleinen mit nach Hause nehmen. Ab jetzt brauchten sie auch keine Angst mehr zu haben, dass der Pharao den kleinen Jungen fand, denn die Prinzessin sorgte dafür, dass ihm nichts passierte. Für sie war der Kleine wie ihr eigenes Kind und sie gab ihm den Namen Mose.
(Bibeltext nach Exodus / 2. Mose 2,1–10)

Gestaltungsidee „Mose im Binsenkörbchen“
Material
  • Frischkäseverpackung (= Binsenkörbchen)
  • Kreide oder Acrylfarben
  • Styroporkugel 1 cm Durchmesser (= Kopf von Mose)
  • Watte (= Auspolsterung)
  • Schaschlikspieß (= Kopfbefestigung)
  • Filz oder Stoffreste (= Decke)
  • Marker in schwarz und rot
So wirdʼs gemacht
Die Frischkäseverpackung mit der Acrylfarbe in der gewünschten Farbe anmalen und die Styroporkugel mit einem Hautton versehen. Alles gut trocknen lassen!
Das „Binsenkörbchen“ wird mit Watte gefüllt. Der Kopf von Mose wird auf den Schaschlikspieß gesteckt und mit den Markern das Gesicht angemalt. Ein Stück Filz in der Größe von ca.10 × 13 cm wird als Decke über die Watte gelegt. Zum Schluss den Kopf von Mose mit dem Schaschlikspieß in die Decke piksen, bis es aussieht, als würde Mose in dem Körbchen liegen.

Gedicht vom kleinen Mose

In ein Binsenkörbchen klein
legt eine Israelitin ihren Sohn hinein.

Mose, so heißt der kleine Mann,
ist noch ein Baby, das nicht viel kann.

Das Körbchen schwimmt nun auf dem Wasser,
es soll Mose schützen vor den „Hassern“.

Miriam, seine Schwester, bleibt nahe des Körbchens stehen,
und verfolgt sogleich, was wird geschehen?

Gefunden wird das Körbchen von der Tochter des Pharao sodann,
die hat ein Herz für den kleinen Mann.

Sie will ihn nicht töten, sie will ihm gut,
und beweist mit ihrem Handeln viel Mut!

So kommt durch List und Klugheit Mose dann,
zurück zu seiner Mutter, die ihn stillen kann.

Später wächst Mose auf in des Pharaos Haus,
doch als Mann flieht er aus Ägypten heraus.


Morgenkreisspiel „Das schwimmende Binsenkörbchen“
Die Kinder haben vorher bereits die Bastelaktion „Mose im Binsenkörbchen“ durchgeführt.
Vorbereitung
In der Mitte unseres Stuhl-Morgenkreises wird eine große Schüssel, eine Wanne oder ein kleines Planschbecken mit Wasser gefüllt.
So wird gespielt
Wir sprechen gemeinsam das „Gedicht vom kleinen Mose“ und lassen unsere gebastelten „Binsenkörbchen“ dabei in dem gefüllten Wasserbehälter schwimmen.

Die Geschichte und die Ideen sind entnommen aus:
"Die 12 schönsten Bibelgeschichten zum Spielen, Basteln und Erleben. Ideen fürs ganze Kita-Jahr" von Ulrike Menke und Swana Seggewiß. © 2020 Don Bosco Medien, München (erscheint im September 2020)

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